Mal ganz direkt gefragt: Ist es nicht egoistisch, sich Zeit für sich zu nehmen? Ich behaupte, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, ist alles andere als egoistisch und definitiv nichts für Angsthasen, denn …

  1. Wer sich selbst besser kennenlernen will, muss Zeit investieren. Und das regelmäßig. Sich diese Zeit im oftmals turbulenten Alltag freizukämpfen, erfordert Mut.
  2. Wer eine Reise zu sich selbst antritt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit an irgendeinem Punkt mit destruktiven Denk- und Verhaltensmustern konfrontiert. Das tut weh und erfordert Stärke, sich dem zu stellen.
  3. Neues zu lernen ist vergleichbar mit einem Weg, auf dem man zwei Schritte vorwärts und einen zurück macht: Es gibt Rückschläge, man zieht falsche Schlüsse. Aber ganz ehrlich: Lieber zwei Schritte vor und einen zurück als gar nicht vorwärts kommen!
  4. Es braucht Mut, Neues dauerhaft ins Leben zu integrieren. Denn dafür muss man Farbe bekennen: Das will ich ab sofort (nicht mehr)! So etwas stößt nicht immer auf Begeisterung. Gerade deshalb ist es wichtig, sich Unterstützung zu holen.

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Ich bin der festen Überzeugung, dass es sich lohnt, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen: Wer sich und seine Bedürfnisse kennt, diese artikulieren kann und für ihre Umsetzung einsteht, tut sich selbst etwas Gutes. Wir leben in einer Zeit, in der man sich primär über Leistung definiert: Immer höher, schneller, weiter. Das geht eine Zeit lang gut, aber dann fängt der Körper an, Signale zu senden. Nur werden sie oft übersehen bzw. schlicht und ergreifend ignoriert: Keine Zeit, keine Lust. Doch irgendwann rächt sich der Körper bzw. die Psyche: Stichwort Burnout, psychosomatische Beschwerden etc.

Überleg mal:
Beides ist wahr: Eine Reise kostet, aber sie bereichert auch. Welcher Aspekt ist dir persönlich am wichtigsten? Und welchen Preis bist du bereit, für dein Bleiben oder Losgehen zu zahlen?

Nächsten Monat:
Über den Wert von Träumen und den Mut zu handeln

Ich freue mich jedes Mal, wenn Menschen sich selbst die Erlaubnis geben, zu träumen. Es begeistert mich, wenn Träume sein dürfen. Mehr noch: Wenn sie wachsen, konkret und letztlich sogar wahr werden.
Eine Freundin erlebt gerade die Wahrwerdung eines Traums. Während ich dies hier schreibe, ist sie auf dem Weg nach Bulgarien. Dort hilft sie ein paar Wochen bei Animalhelp Asenovgrad aus. Sie hat geträumt. Dieser Traum hat sie beflügelt, aber er hat sie auch einiges gekostet: Energie, Zeit, Geld, Mut …
Sie erlebt es gerade hautnah, dass man einen Weg zurücklegen muss, um sein Ziel zu erreichen – innerlich, aber auch äußerlich. Für ihren Traum, Tieren zu helfen, ist sie bereit, stundenlang mit Zug, Bus und Flugzeug unterwegs zu sein. Sie lässt ihre Lieben die Zeit über daheim zurück, investiert Geld und ihr Herz. All das ist nötig, um einen Traum – ihren Traum – wahr werden zu lassen.
In diesem Sinne: Ich ziehe meinen Hut vor dir, du mutige Träumerin! Und ich wünsche dir für diese besondere Reise nur das Beste: Inspiration, Kraft, Freude, Mut und ein Herz, das vor Begeisterung Purzelbäume schlägt!

 

Ich liebe es, mein Leben mit Menschen zu teilen – besonders mit solchen, die in Bewegung sind. In Bewegung sein kann Vieles bedeuten: Neues zu lernen, mutig Schritte vorwärts zu gehen, Dinge zu hinterfragen … Durch die Begegnung mit ihnen werde ich herausgefordert, inspiriert, bewegt – und das tut gut!

5-3Ich bin dankbar für Weggefährten, die mich in Bewegung halten: Sie helfen mir, den roten Faden in meinem Leben aufzuspüren. Sie machen mir Mut, ehrlich zu mir selbst zu sein, zu träumen, meinen Herzschlag wahrzunehmen und ihm entsprechend einzigartig zu leben. Es sind Menschen, die mir helfen, Fähigkeiten wie auch Grenzen wertzuschätzen, zu vertrauen und Risiken einzugehen. Sie feuern mich an, wenn Stillstand oder gar Rückschritt droht. Sie verstehen, dass man manchmal Wege einschlagen muss, die Außenstehende nicht (sofort) nachvollziehen können.

Ich befinde mich auf einer Reise – einer Reise hin zu mir selbst. Es ist eine Reise, die aus vielen kleinen Schritten besteht. Diese Schritte heißen „träumen“, „handeln“, „ hinterfragen“, „abwarten“, „zweifeln“ … und Dank meiner Weggefährten auch „weitergehen“. Ohne diese Menschen gäbe es WORTBEWEGER nicht. In diesem Sinne gilt mein Dank meinen Weggefährten in Nah und Fern – ihr wisst, wer gemeint ist!

WORTBEWEGER möchte dir ein Wegbegleiter im eingangs beschriebenen Sinne sein: ermutigend, unterstützend, bewegend. Ich freue mich, von dir zu hören – deine Geschichte, deine Fragen, deine Gedanken. Als Kommentar für alle sichtbar, als Nachricht oder im persönlichen Gespräch.

Überleg mal:
Wer sind deine Weggefährten? Mit wem würdest du in Zukunft gerne mehr Leben teilen? Und wem könntest du diese Woche danke sagen für positiven Input in deinem Leben?

Nächste Woche:
Träumen erlaubt!

Das Telefon klingelt. Eine charmante Frauenstimme informiert mich, dass ich eine Reise gewonnen habe. Ziel der Reise ist ein exotisches Land. Schnell packe ich meine sieben Sachen, springe ins Taxi und düse los zum Flughafen.

Das ist normalerweise der Punkt, an dem sich mein Verstand einschaltet. Da er von der eher pessimistischen Sorte ist, erinnert er mich daran, dass es diesen Anruf wohl nie geben wird. Denn wer eine Reise gewinnen will, müsste logischerweise an Gewinnspielen teilnehmen, was ich aber fast nie tue. Darauf folgt die Erinnerung an den aktuellen Kontostand, den mit Arbeit überquellenden Schreibtisch sowie die Tatsache, dass wir unser schulpflichtiges Kind nicht mal eben aus der Schule nehmen können, um die Welt zu bereisen. Peng! (Das war der Traum, der soeben geplatzt ist!)

5-1Was, wenn ich dir nun sage: „Herzlichen Glückwunsch, du hast eine Reise gewonnen! Du kannst sofort losreisen. Eine Malaria-Schutzimpfung ist überflüssig, ebenso das Organisieren eines Babysitters oder das Packen eines Koffers.“ Klingt zu schön, um wahr zu sein? Mag sein. Trotzdem ist es ernst gemeint. Die Reise, zu der ich dich hiermit ganz herzlich einlade, ist eine Entdeckungsreise. Nicht in ferne Länder, sondern zu dir selbst.

Eine Entdeckungsreise zu dir selbst – das ist die Einladung dieses Blogs an dich. Auf dieser ganz besonderen Reise gibt es viel zu entdecken. Ein paar Auszüge aus dem geplanten Reiseprogramm gefällig? Da wäre zum einen der Kontinent der Prägungen, dann das weite Land der eigenen Fähigkeiten, die faszinierende Weite der Wünsche, Hoffnungen und Träume sowie die Ödnis im Tal der inneren Bremsen. Das alles und noch viel mehr steht auf dem Reiseprogramm. Bist du dabei?

Denk mal:
Wir treffen uns im Mai 2015 in einem schönen Café. Du erzählst mir von dem zurückliegenden Jahr und deiner Reise zu dir selbst. Welchen „Kontinent“ wolltest du unbedingt besuchen – und welchen hättest du am liebsten großräumig umschifft? Welche Entdeckungen hast du auf deiner Reise gemacht?

Nächste Woche:
Reisen in guter Gesellschaft!